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Tierwelt in Südafrika

 
Einen ausführlichen farbigen Sonderteil "Tierwelt südliches Afrika"
mit vielen Fotos finden Sie in unserem
Südafrika-Reiseführer.
Antilopen Kap-Fingerotter Pavian
Büffel Klippschiefer Reptilien
Elefant Krokodil Schakale
Erdmännchen Leopard Schlangen
Gepard Löwe Stachelschwein
Giraffe Mangusten Vogelwelt
Hyänen Nashorn Warzenschwein
Nil-oder Flusspferde Zebra
 
Antilopen
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Eine Vielfalt von Antilopenarten bevölkern Südafrika. Mehr zu den verschiedenen Antilopen erfahren Sie hier »

Büffel
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Gefährlich sind Büffel (African buffalo), vor allem ältere und von ihrer Herde nicht mehr akzeptierte Bullen. Man sollte sich durch ihr Aussehen, das an ein großes Rind erinnert, nicht täuschen lassen. Ein Bulle erreicht ein Gewicht zwischen 600 und 800 Kilogramm. Diese Masse, erst einmal in Bewegung gesetzt, kann mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h vorwärts donnern. In Rage geraten sind sie fast nicht mehr zu stoppen, da hilft nur noch die Flucht auf einen Baum oder ins Fahrzeug, was sie merkwürdigerweise nicht als Bedrohung sehen. Büffel bevorzugen Graslandschaften und Flusstäler und halten sich gerne nah am Wasser auf. Es sind typische Grasfresser, allerdings bevorzugen sie die Kühle der Nacht um sich zu stärken. Tagsüber ziehen sie sich gerne unter Bäume in den Schatten zurück.

Elefant
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Der allergrößte Vertreter der südafrikanischen Landsäugetiere ist der Afrikanische Elefant (elephant). Obwohl der Elefant zu den meistgejagten Tieren Afrikas gehört und wegen des Elfenbeins leider auch heute noch illegal getötet wird, können auf dem gesamten Kontinent noch ungefähr 600.000 Exemplare gezählt werden, davon im südlichen Afrika gut 300.000.
Mehr zum afrikanischen Elefanten erfahren Sie hier »

Erdmännchen
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Die geselligen Erdmännchen (suricate) zählen zu den possierlichsten Tieren des südlichen Afrikas und zu den fotogensten. Ihr Schwanz ist fast halb so lang wie der Körper und dient als Stütze, wenn das Erdmännchen „Männchen“ macht. Ähnlich sehen die Erdhörnchen (ground squirrel) aus, die in kargen Regionen Höhlensysteme mit verschiedenen Ausgängen anlegen. Auch sie leben in großen Verbänden zusammen.
 

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Herr und Frau Erdmännchen

© South African Tourism
Gepard
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Der Gepard (cheetah) ist kleiner, schlanker und erheblich „länger“ als der Leopard. Mit bis zu 115 km/h sind die eleganten Geparden die schnellsten Säugetiere der Erde. Sie bevorzugen offenes, flaches Gelände als Jagdgebiet. Ihre Krallen lassen sich, im Gegensatz zu allen anderen Katzen, nicht ganz einziehen, dienen ihnen bei der Hatz als Spikes. Ihre bevorzugte Beute sind mittelgroße Antilopenarten, vor allem Impalas. Es werden aber auch Warzenschweine, Stachelschweine und Laufvögel verspeist. Entweder versucht der Gepard seine Beute in voller Jagdgeschwindigkeit durch Stöße aus dem Gleichgewicht zu bringen, oder er lässt das andere Tier stolpern, indem er mit seinen Pfoten zwischen die Läufe fährt. Dann wird die Beute am Hals gepackt und stranguliert. Das kann bis zu 25 Minuten dauern. Allerdings ist das Jagdglück eines Geparden nicht besonders groß: Nur zehn Prozent der Versuche sind erfolgreich.
In freier Wildbahn kann ein Gepard etwa 15 Jahre alt werden. Zu seinen gefährlichsten Feinden zählt der Mensch, der dieses schöne Tier – trotz Artenschutz – bis heute wegen seines kostbaren Fells jagt. Ansonsten droht noch Gefahr von Löwen, Leoparden und großen Hyänen. Es gibt übrigens keinerlei Berichte über Zwischenfälle zwischen Geparden und Menschen, die auf Seiten des Zweibeiners tödlich endeten.

Giraffe
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Giraffen (giraffe), die höchsten Landsäugetiere Afrikas, bevölkerten einst den gesamten Kontinent. Heute findet man sie in Südafrika nur noch in Naturschutzgebieten und auf privaten Wildfarmen mit lichtem Akazienbestand. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Dornakazien, mit ihrer bis zu 45 Zentimeter langen Zunge rupfen sie die Blätter ab. Offensichtlich scheinen sie die langen Dornen dabei nicht zu stören. Zwischen 15 und 20 Stunden täglich sind sie beim Fressen. Giraffen können es über einen längeren Zeitraum ohne Wasser aushalten. Aber wenn sie trinken, nehmen sie bis zu 25 Liter auf. Dabei machen sie eine recht ungelenk wirkende Grätsche am Wasserloch, da es ihre Halsmuskulatur nicht zulässt, den Kopf ganz nach unten zu beugen.
Dank ihrer Höhe können sie das Gelände, in dem sie sich aufhalten, besser beobachten. Starrt eine Gruppe von Giraffen gebannt in eine bestimmte Richtung, sind garantiert Raubkatzen in der Nähe, ihre Hauptfeinde. Sieht man nur den Kopf einer Giraffe, kann man an den blanken Hörnern einen Bullen, an dem Haarschopf an der Spitze ein Weibchen erkennen. Ausgewachsene männliche Tiere erreichen eine Gesamthöhe von fünf Metern und ein Gewicht von 1200 Kilogramm, Kühe werden bis zu 4,40 Meter groß und wiegen 900 Kilogramm.
Löwen wenden zum Jagen von Giraffen eine spezielle Technik an: Ein Rudel treibt die Herde auf unwegsames Gebiet. Dort verlieren die Giraffen leicht die Balance. Sind sie erst einmal gestolpert, haben sie große Schwierigkeiten, schnell aufzustehen, und es ist für die Löwen ein Leichtes, ein gefallenes Tier zu bespringen und in den Hals zu beißen. Fast die Hälfte ihrer Kälber werden von Löwen gerissen.

 

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Giraffen versperren den Weg bei Hluhluwe

Hyänen
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Tüpfelhyänen (spotted hyena) erkennt man, wie der Name bereits sagt, an ihren schwarzen Tupfen auf braungrauem Fell. Im Gegensatz zur Schabrackenhyäne, besser bekannt als Braune Hyäne (brown hyena) haben Tüpfelhyänen kurze Haare. Typisch ist der abfallende Rücken. Landläufig assoziiert man mit Hyänen Aasfresser. Weniger bekannt ist, dass sie auch gute Jäger sind. Sind sie auf Beutezug, gehen sie im Rudel vor. Meist lauern sie dann ihren Opfern, gut versteckt im dichten Gras, an Wasserlöchern auf. Auch lieben sie es, andere Tiere anzugreifen, die sich gerade in Schlammlöchern suhlen oder im Wasser baden. Auf ihrer Fangliste stehen Gnus, Zebras, Impalas, Wasserböcke und Kudus, die oft von über 40 Hyänen gleichzeitig angegriffen werden. Mit ihren mächtigen Kiefern knacken sie Knochen wie Nüsse. Ihre Lieblingsjagdzeit ist bei Mondschein oder in den frühen Morgen- und Abendstunden. Mit 50 km/h sind sie keine schnellen, aber sehr ausdauernde Läufer. Wer in einem Camp übernachtet und in die Nacht hinaushört, kann Hyänen gut an ihrem typischen, heiseren „Lachen“ erkennen. Während weiße Farmer Hyänen meist jagten, um das Vieh zu schützen, wurden sie von den Schwarzen getötet um Knochen, Schwanz, Ohren, Genitalien und Lippen für spirituelle und medizinische Rituale zu verwenden.
Die Schabracken- oder Braune Hyäne (brown hyaena) ist etwas kleiner und kein so guter Jäger. Das inzwischen selten geworden Tier hält sich daher mehr an Aas und andere Futterquellen, wie Früchte, Insekten, Vögel und Eier.
Hyänenhund
Der Hyänenhund (wild dog) ist heute stark gefährdet. Hyänenhunde leben in Rudeln von 6 bis 15 Tieren plus der Jungen. Sie sind tagsüber aktiv und haben keine ausgeprägten Reißzähne. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihre Beute im Rudel zu Tode zu hetzen und sie zu zerfetzen. Ein bis zwei Tiere scheuchen das Wild auf, die anderen folgen in einer Linie. Das Wild schlägt meist einen zickzackförmigen Fluchtweg ein, der den Jägern nun erlaubt, durch gerades Laufen den Weg zu ihrem Opfer zu verkürzen.
Löffelhunde (bat-eared fox) erkennt man unverwechselbar an ihren überproportional großen Ohren. Sie sehen von der Statur ähnlich wie ein Schakal aus, nur sind sie kleiner mit silbergrauem, buschigem Fell. Ihr Lebensraum ist das trockenere Busch- und Grasland.

Kap-Fingerotter
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Die Kap-Fingerottern (Cape clawless otter) kommen, entgegen der Namensgebung, nicht nur am Kap, sondern in den meisten Savannengebieten Afrikas vor, vorausgesetzt, sie haben Zugang zum Wasser. In den Kanälen und Gewässern des iSimangaliso Wetland Park sieht man sie oft. Sie ernähren sich von Krebsen, Fröschen, Muscheln und Fischen, aber auch von kleinen Nagetieren und Insekten. Ein erwachsener Kapotter wird einschließlich Schwanz bis zu 1,60 Meter lang und wiegt 10 bis 18 Kilogramm. Sein glänzendes Fell ist dunkelbraun. An Land bewegt er sich auf seinen kurzen Beinen und mit einem leicht gekrümmten Rücken vorwärts. Kapottern sind ausgezeichnete Schwimmer, dennoch wird diese Gattung, im Gegensatz zu anderen Ottern, manchmal weitab von Gewässern angetroffen. So können sie ihre Jungen im schützenden Dickicht des afrikanischen Busches bekommen.

Klippschiefer
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Die murmeltiergroßen, putzigen Klippschliefer (rock dassie), kurz „Dassies“ genannt, leben in bergiger Felslandschaft und auf steinigen Hügeln in trockenen Landesteilen. Vor allem in den Drakensbergen sind sie häufig zu sehen. Ihre Nahrung ist rein pflanzlich und besteht aus Blättern, Rinde, Gras und Wildfrüchten. Sie leben in Kolonien von 20–50 Exemplaren. Ähnlich wie Erdmännchen stellen sie Wachposten auf, wenn der Rest der Gruppe auf Nahrungssuche geht. An manchen Orten, wie z.B. auf dem Tafelberg in Kapstadt, haben sie sich so an den Menschen gewöhnt, dass man sich ihnen auf wenige Meter nähern kann.

Krokodil
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Krokodile leben in vielen tropischen und subtropischen Regionen Südafrikas, in Fluss- und Seengebieten und an Dämmen. Da ein ausgewachsenes Krokodil durchaus Löwen, Zebras und Giraffen angreift, lässt sich daraus die Lebensgefahr für den Menschen ableiten. Große Krokodile mit einer Länge von etwa 4 Metern benötigen alle 2–3 Wochen einen Beutefang, kleinere Exemplare von 1,50 Meter Länge fressen einmal wöchentlich. Krokodile zerkauen ihre Nahrung nicht, sondern schlucken sie ganz hinunter. Nur große Beutetiere werden in Stücke gerissen. Krokodile können blitzschnell vorspringen und ihre Beute ins Wasser zerren und, sich dabei um die eigene Achse drehend, ertränken. Obwohl ihre Hauptjagdzeit bei Dämmerung oder in der Nacht liegt, sind sie zu jeder Tageszeit gefährlich.
Ihre Körpertemperatur ist von der Umgebung abhängig. An heißen Tagen liegt sie bei etwa 38 °C, an kalten Tagen bei 5 °C. Um die Temperatur zu regeln, sieht man Krokodile oft mit aufgerissenem Maul daliegen. Eine besondere Membrane im Maul nimmt die Wärme der Sonne auf und verteilt sie über den Blutkreislauf im gesamten Körper.
Die gelb-grünen Augen haben senkrechte Pupillen. Im Maul finden sich 70–75 Zähne, die lebenslang ausfallen und wieder ersetzt werden. Krokodile leben gesellig in großen Gruppen. Männchen haben ein fest umrissenes Revier, während Weibchen sich zwischen Paarungsgebieten und Brutstätten hin- und herbewegen. Bis zu 90 Eier werden meist im Oktober in eine Kuhle gelegt, die das Krokodil 30 cm tief mit den Hinterbeinen gegraben hat, bevor wieder Erde oder Sand darüber kommt. Nach 90 Tagen schlupfen die Kleinen mit schirpenden Geräuschen – ein Zeichen für die Mutter, sie auszugraben. Dann werden die Jungen im Maul der Mutter ins Wasser transportiert.

 

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Perfekte Tarnung und bis zu zwei Tonnen Bisskraft

Leopard
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Der Leopard (leopard) ist ein Einzelgänger und Nachtjäger. Unverwechselbar ist sein wunderschönes, glänzendes Fell mit kleinen gelb-schwarzen Flecken am ganzen Körper. Nur Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs, bis dieser erwachsen ist.
Leoparden sind die Meister der Tarnung unter den Raubtieren, selten bekommt man sie zu Gesicht. Sie sind sehr anpassungsfähig und können in waldigen Gebieten, Savannen, Steppen, Sumpfland und Bergregionen leben, bevorzugt in dichter Buschlandschaft. Die Größe eines Reviers hängt hauptsächlich vom Nahrungsangebot ab und variiert von 10 qkm bis zu mehreren hundert qkm. Haben sie ihr Opfer gerissen, schleppen sie es zum Schutz vor anderen Raubtieren auf einen Baum. Leoparden können dem Menschen gefährlich werden. Das Ithala Game Reserve besitzt eine Leoparden-Population, mehr dazu in unserem Reiseführer KwaZulu-Natal.

 

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Was für eine schöne, aber auch gefährliche "Katze"

© South African Tourism
Löwe
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Die Lieblingstiere aller Touristen sind Raubkatzen, an erster Stelle natürlich der „König der Wildnis“, der Löwe (lion). Er zählt zu den faszinierendsten Tieren Afrikas. Löwen zu sehen ist der Höhepunkt jeder Safari. Chancen bestehen ganz früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang an Wasserlöchern. Während des Tages halten sich Löwen bevorzugt im Schatten auf, verdösen den Tag und können nur schlecht ausgemacht werden. Hauptsächlich in den kühleren Wintermonaten kann man ihnen jedoch auch tagsüber begegnen. Ihr kilometerweit zu hörendes Gebrüll während einer nächtlichen Pirschfahrt gehört zu den aufregendsten Geräuschen einer Afrikareise.

 

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Immer noch der König – der Löwe

© South African Tourism
Mangusten
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Mangusten (herpestidae) sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Raubtiere. Sie umfassen viele Arten, in Südafrika kommen Fuchsmangusten (yellow mongoose), eine kleine Art von 40–60 Zentimeter Länge, vor. Charakteristisch ist die rötliche Farbe des Fells (die allerdings auch gräulich sein kann) und der buschige Schwanz mit einer weißen Spitze. Die tagaktiven Tiere leben in lockeren Verbänden mit durchschnittlich fünf bis zehn Tieren. Fuchsmangusten graben sich unterirdische Bauten, man findet sie aber auch oft einträchtig mit Erdhörnchen und mit Surikaten lebend. Ihre Nahrung besteht überwiegend aus Insekten und Würmern, sie machen außerdem Jagd auf kleine Nagetiere, Amphibien und Reptilien.
Wassermangusten (water mongoose), verwechselt man eher mit Ottern als mit anderen Mangustenarten. Mit einer Länge von 80 bis 100 Zentimetern, einer Schulterhöhe von 22 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu fünf Kilogramm sind sie große Tiere mit länglichem Kopf. Ihr einfarbig schwarz-braunes Fell wirkt struppig. Wassermangusten findet man meist entlang fließender Gewässer, Seen oder an Dämmen. Wie ihre Vettern haben sie festgelegte Futterwege entlang der Ufer des Gewässers an dem sie leben. Sie können schwimmen und ernähren sich von Krebsen, Fischen, aber auch von Nagetieren, Vögeln und Reptilien.
Zebramangusten (banded mongoose) bevorzugen die offene Savanne, doch brauchen sie Anschluss an eine Wasserversorgung. Oftmals findet man ihre Bauten in verlassenen Termitenhügeln. Sie werden 50–65 Zentimeter lang und zu ihren natürlichen Feinden zählen vor allem Raubvögel und Schakale. Die tagaktiven und geselligen Tiere findet man in Gruppen von etwa 20, manchmal sogar 50 Exemplaren. Man kann des Öfteren beobachten, wie sich die ganze Gruppe, Manguste hinter Manguste, wie ein Band durch das Gras schlängelt.
Zwergmangusten (dwarf mongoose) werden nur etwa 40 Zentimeter lang und sind die kleinste Mangustenart. Sie sind durchgehend braun und haben ein glänzendes Fell. Sie leben in Gruppen von 10 bis 30 Exemplaren vorwiegend in trockenen Savannengebieten, sind nicht sehr scheu und beliebte Fotomotive, da sie geduldig posieren.

Nashorn
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Breitmaulnashörner
können eine Schulterhöhe von 1,80 Meter erreichen. Bullen wiegen zwischen 2000 und 2300 Kilogramm, Kühe etwas weniger. Charakteristisch sind ihre zwei unterschiedlich langen Hörner auf dem Nasenrücken, das vordere ist größer, es kann bis zu einen Meter lang werden. Eine tödliche Waffe. Die Bullen markieren ihr Revier durch riesige, breitgetretene Kothaufen und kämpfen oft heftig um die Vorherrschaft in der Gruppe. Beim Kampf abgebrochene Hörner können nachwachsen.
Breitmaulnashörner leben gesellig in kleinen Gruppen in feuchten Graslandschaften und leicht bewaldeten Savannen. Am besten findet man die Tiere am frühen Morgen an den Wasserlöchern. Tagsüber halten sie sich gerne unter Bäumen im Schatten auf.
Im Gegensatz zu ihren Vettern, den Spitzmaulnashörnern, sind Breitmaulnashörner Grasfresser. Sie gelten in der Regel nicht als besonders aggressiv. Sollten sie allerdings in Rage geraten, ist Vorsicht angesagt. Weglaufen nützt nichts, die plump wirkenden Tiere sind recht behende auf den Beinen und können eine Spitzengeschwindigkeit von 40 km/h erreichen. Ihr Sehvermögen ist, im Gegensatz zu ihrem Geruchs- und Gehörsinn, nicht sehr ausgeprägt. Außer dem Menschen hat ein gesundes Nashorn keine natürlichen Feinde. Leider werden die urzeitlich wirkenden Tiere immer noch wegen ihrer Hörner von Wilderern getötet. Vor allem impotente Männer aus Fernost versprechen sich (vergeblich!) von dem Horn, das meist zu Pulver verarbeitet und mit Wasser eingenommen wird, eine aphrodisierende Wirkung.

 

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Zwei "weiße" Nashörner

© South African Tourism

Spitzmaulnashörner (black rhinoceros) haben in der Tat ein deutlich „spitzeres“ Maul als ihre breitmauligen Artgenossen. Man trifft sie in der Regel alleine an – mit Ausnahme von Kleinfamilien, die sich für kurze Zeit zusammenschließen. In der Wahl ihres Habitats sind sie nicht so abhängig wie Breitmaulnashörner. Man findet sie sowohl in der Savanne als auch im Busch oder in bewaldeten Bergregionen. Sie ernähren sich von Blättern und Ästen von Bäumen und Sträuchern. Sie lieben Schlammbäder. Der trockene Schlamm schützt sie vor Insekten und Zecken und vor zu starker Sonnenstrahlung, täglich kann man sie an Wasserlöchern beobachten.
Spitzmaulnashörner erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 1,6 Meter und ein Gewicht zwischen 800 und 1100 Kilogramm. Wenn sie marschieren, tragen sie ihren Kopf hoch. Sie gelten als aggressiver als ihre Artgenossen und erreichen eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Bullen kämpfen heftig um ein Weibchen, das in der Regel recht uninteressiert dem Geschehen beiwohnt. Im Gegensatz zum Breitmaulnashorn laufen ihre Kleinen den Müttern hinterher. Beide haben eine innige Verbindung, die bis zur Geschlechtsreife anhält.

Nil- oder Flusspferde
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Nil- oder Flusspferde (hippopotamus), „Hippos“, lebten früher in nahezu allen Gewässern Afrikas. Heute ist ihre Population in Südafrika größtenteils auf die Wild- und Naturschutzgebiete beschränkt, obwohl die Hinweise steigen, dass ihr Vorkommen in freier Wildbahn, speziell an Staudämmen, wieder zunimmt. Im Ort St Lucia in KwaZulu-Natal spazieren Hippos nachts bis in die Vorgärten der Anwohner. Eine der besten Plätze um sie zu sehen ist dort der St Lucia Estuary Channel. I
Die harmlos wirkenden Tiere gelten als die gefährlichsten Säugetiere Afrikas! Sie sind angriffslustig, auch wenn sie nicht provoziert werden. Am gefährlichsten sind sie, wenn sie vom nächtlichen Grasen zurückkommen und zwischen sich und dem Wasser jemanden entdecken, der sie bedrohen könnte. Extrem wird die Situation, wenn man zwischen ein Weibchen und sein Junges gerät. Weglaufen wird nicht viel nützen, die tonnenschweren Kolosse sind an Land erstaunlich schnell!
Nilpferde verbringen die meiste Zeit des Tages im Wasser oder, wenn es bewölkt oder kühler ist, auf Sandbänken. Die Anatomie ihres Kopfes ist so angelegt, dass Augen, Ohren und Nüstern aus dem Wasser ragen. Bis zu 12 Minuten können die Tiere unter Wasser verbringen. Ihre rosarote Haut ist äußerst empfindlich für UV-Strahlung. Bei zu viel Hitze kann das Tier eine rötliche Körperflüssigkeit absondern die vor Sonnenbrand schützt. Die Tiere ernähren sich fast ausschließlich von Gras, das sie mit ihren Lippen abzupfen. Hin und wieder fallen sie auf bebaute Felder ein. Bis zu 30 Kilometer legt ein Nilpferd in der Nacht zurück, um sein Futter zu suchen. Dabei vertilgt es bis zu 130 Kilogramm.
Bullen erreichen eine Schulterhöhe von 1,50 Meter und ein Gewicht von 1500 Kilogramm, Kühe sind etwas kleiner. Gewaltig sind ihre Hauer. Was sie an Artgenossen anrichten können, zeigen die großen Narben, die man an fast jedem Bullen deutlich sehen kann. Das Wasserterritorium eines Leitbullen wird lautstark durch Grunzen und erbitterten Kampf verteidigt. Das dauernde Gegähne der Bullen ist ein aggressiver Akt, man zeigt einem Eindringling die Größe der Zähne und wo’s lang geht.

 

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Hippo-Mutter und Junges

Pavian
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Bärenpaviane (chacma baboon) gehören zur Familie der Primaten und sind in nahezu allen Ökosystemen heimisch. Sie leben in Gruppenverbänden bis zu Hundert Tieren zusammen, da ihnen das enge Sozialgefüge Schutz bietet. Paviane gelten als schlau und intelligent, ihre Bewegungen und Verhaltensweisen haben oft einen menschlichen Anschein. Sie verständigen sich untereinander mit bestimmten Lauten und einer ausgeprägten Körpersprache. Ihre Hauptfeinde sind vor allem Leoparden, aber auch Löwen werden bei der Affenjagd beobachtet. Um sich zu schützen, ziehen sich die Paviane nachts auf hohe Bäume oder in Höhlen zurück, die von anderen Tieren nur schwer zu erreichen sind. Ganze Horden können auf Campingplätze einfallen, um sich aus dem Abfall zu bedienen. Sie sind äußerst geschickt und machen auch nicht vor einer verschlossenen Kühlbox Halt. Überall ist es verboten, Paviane zu füttern, sie können ausgesprochen aggressiv reagieren, wenn sie sich bedrängt fühlen!

Reptilien, Schlangen
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Eine Vielfalt von Reptilien und Schlangen leben in Südafrika. Mehr Informationen finden Sie hier »

Schakale
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Die Heimat des Schabrakenschakals (black-backed jackal) ist die offene Savannenlandschaft. Man findet ihn aber auch in anderen Regionen, denn er ist ausgesprochen anpassungsfähig. In erster Linie Aasfresser, folgt er den Spuren jagender Löwen oder anderer Raubtiere. Bei Bedarf jedoch erbeutet er selbst kleinere Säugetiere, Reptilien oder Vögel. Schabrakenschakale sind unverwechselbar. Man erkennt sie an ihrem rötlichen Fell und der grauweißen Decke. Bauch, Hals und Beininnenseiten sind weiß. Die großen Ohren stehen stets aufrecht. Der Schwanz ist buschig und schwarz auslaufend. Die aktive Zeit liegt nach Sonnenuntergang, und es ist ein Erlebnis, ihr wolfsähnliches Heulen in einer afrikanischen Nacht zu erleben. Die Streifenschakale (side-striped jackal) unterscheiden sich von Schabrakenschakalen hauptsächlich durch ihr dunkelbraunes Fell, das keine hellen Partien an Hals und Bauch aufweist.

Stachelschwein
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Die Stachelschweine (porcupine) sind reine Vegetarier, die sich an Wurzeln, Knollen und Baumrinde halten, wobei letzteres zu großen Flurschäden führen kann. Farmer mögen sie gar nicht, da sie gerne über Kartoffel-, Melonen- und Maisfelder herfallen. Deshalb werden sie auch oft gejagt. Ihre langen und schwarz-weiß gebänderten Stacheln, die die Tiere von Zeit zu Zeit abwerfen, kann man im Busch finden oder auch kaufen, denn sie werden gerne als Deko-Elemente verwendet. Das nachtaktive Tier ist relativ schwer zu beobachten.

Vogelwelt
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Für Vogelfreunde ist Südafrika ein wahres Paradies. Die Artenvielfalt reicht von mächtigen Adlern und Geiern über See- und Watvögeln bis hin zu sehr seltenen Arten, wie z.B. den bedrohten Rosenseeschwalben, Hottentotten-Laufhühnchen (Hottentot Buttonquail) und den seltenen Natal-Nachtschwalben (nightjars). Mehr Informationen finden Sie hier »

Warzenschwein
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Das Warzenschwein (warthog) ist im Gegensatz dazu tagsüber auf Nahrungssuche, deshalb recht häufig zu sehen. Ihr Name kommt von den beiden Warzen unterhalb der Augen. Andere unverwechselbare Kennzeichen sind die langen weißen Hauer und der beim Laufen wie eine Antenne kerzengerade nach oben aufgerichtete Schwanz. Mit besonderer Vorliebe wälzen sie sich in Schlammlöchern. So können sie sich von Parasiten befreien und gleichzeitig durch die Schlammschicht vor der starken Sonneneinstrahlung schützen. Warzenschweine sehen aggressiv aus, sind in freier Wildbahn aber eher scheu und verschwinden beim ersten Anzeichen einer Gefahr. Ihr Fleisch ist eine Delikatesse, die manchmal in den privaten Wildniscamps auf den Tisch kommt. Mittlerweile findet man Warzenschweine auf vielen Campingplätzen von Tierschutzgebieten, weil sie von uneinsichtigen Besuchern gefüttert werden. Beim (dünnflüssigen) abkoten lassen sie ihren Schwanz wie einen Propeller kreisen, was diesen dann weithin verteilt. Also Vorsicht, wenn Ihnen in einem Zoo ein Warzenschwein sein Hinterteil zuwendet und keine Lust hat nett zu sein

Zebra
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Immer werden Ihnen in praktisch allen Tierschutzgebieten Südafrikas die schönen Zebras begegnen, von denen es zwei Arten gibt, das Steppenzebra (Burchell’s zebra) und das deutlich seltenere Bergzebra (Hartmann’s mountain zebra). Bei Steppenzebras, die weites, offenes Gelände mit kurzen Gräsern lieben, laufen die Streifen an den Beinen zu den Hufen hin aus bzw. werden heller, bei der Bergzebras sind sie bis dahin stark gestreift. Bei beiden Arten fungiert das Streifenmuster als eindeutiges Identifizierungsmerkmal. Jedes Muster ist anders, und neugeborene Fohlen werden von ihren Müttern einige Tage von der Herde auf Abstand gehalten, damit das Jungtier sich in Ruhe das individuelle Streifenmuster seiner Mutter einprägen kann. Nach vier Wochen ist es meist so weit.
Steppenzebras scheinen nie zur Ruhe zu kommen. Unaufhörlich streifen sie herum. Sie leben in kleineren Familienverbänden. Man sieht sie oft zusammen mit Gnus, Impalas, Wasserböcken und Kudus. Die unterschiedlichen Arten nutzen jeweils den besten Sinn der anderen zum rechtzeitigen Entdecken von Raubtieren. Besonders Löwen haben es auf Zebras abgesehen. Etwa 90% aller gerissenen Tiere fallen ihnen zum Opfer. Andere Raubtiere wie Hyänenhunde, Leoparden, Geparden und Hyänen wagen sich nur an Jungtiere und kranke Zebras heran.

 

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Weiße oder schwarze Streifen?

© South African Tourism

Einen ausführlichen farbigen Sonderteil "Tierwelt südliches Afrika" mit vielen Fotos finden Sie in unserem Südafrika-Reiseführer.