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Vogelwelt in Südafrika

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Für Vogelfreunde ist Südafrika ein wahres Paradies. Die Artenvielfalt reicht von mächtigen Adlern und Geiern über See- und Watvögeln bis hin zu sehr seltenen Arten, wie z.B. den bedrohten Rosenseeschwalben, Hottentotten-Laufhühnchen (Hottentot Buttonquail) und den seltenen Natal-Nachtschwalben (nightjars). Beliebtes Fotomotiv in den Tierschutzgebieten sind die Gelbschnabelmadenhacker mit ihren gelbroten Schnäbeln, die häufig auf dem Rücken von Büffeln und Nashörnern sitzen, um sie von Parasiten zu befreien. Außerdem dienen sie diesen Tieren als Alarmposten, denn mit ihrem lauten und heiseren „Kuss-Kuss“-Ruf kündigen sie nahende Raubtiere an.

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 African Marsh Harrier

© South African Tourism

Im Bereich von Salzpfannen, oft das einzige Oberflächengewässer in einem großen Umkreis, findet man eine große Artenvielfalt von Vögeln, die ans Wasser gebunden sind, wie Enten, Ibisse (ibis), Reiher (heron), Blesshühner, Teichhühner (common moorhen), Regenpfeifer, Schnepfen (snipe) und andere Watvögel und natürlich oft Flamingos. Aber auch Turakos, Webervögel, Turteltauben und andere Vögel kommen vorbei um zu baden oder zu trinken.
Im Bereich von Gezeiten-Mündungen von Flüssen mit ihren Sandbänken, Lagunen und Schlammlöchern findet man ebenfalls viele Watvögel, außerdem Pelikane (pelican) und Austernfischer (oystercatcher), Fregattvögel (frigate birds) und die fischfressenden Kormorane (cormorants). Versteckt im Busch der Küstenregionen leben Vögel wie Tamburintauben, Erzkuckuck, Natalröteln, Rudds Feinsänger und der seltene Grüne Tropfenastrild, der trotz seines merkwürdigen Namens ein hübscher kleiner Vogel ist, erkenntlich an seinem olivgrünen Körper mit dem schwarz-weiß gesprenkelten Bauch. Mit bis zu 1,25 Meter auffallend groß sind die Sekretäre (secretary bird), die auf der Suche nach Schlangen und Kriechtieren immer paarweise durch Wiesen und Felder stolzieren. Altvögel haben leuchtend orangefarbene Gesichter, Jungvögel gelbe.

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 Kap-Tölpel

© South African Tourism

In den Mangrovengebieten verstecken sich neben Watvögeln der wunderschöne, türkisgraue Mangroveneisvogel, den man am ehesten durch seinen roten Schnabel erspäht; vor allem findet man hier die Brutkolonien der Seevögel.
In Dünenwäldern, die sich entlang von Lagunen erstrecken, leben in den Baumkronen Vogelschönheiten wie Knysna Louries, die mit ihrem roten Bauch und grünen Gefieder unverwechselbaren Narina-Trogons, der grüngelbe Smaragdkuckuck und die musikalischen Halsbandfeinsänger (barthroated apalis). Im unteren Geäst halten sich Sternrötel, Kap-Grünbülbüls (sombre bulbul) und Fleckengrunddrosseln auf. Die Lagunen selbst werden von Kormoranen, Eisvögeln, Fischadlern und Möwen besucht.
Im Bushveld, einer Landschaft mit Bäumen, die kaum höher als zehn Meter werden und vereinzelt stehen, leben zahlreiche Baum- und Bodenbewohner. Hier findet man erstaunlicherweise die meisten Eisvogelarten (kingfisher), die sich hauptsächlich von Insekten ernähren. Auch Nashornvögel, jene unverwechselbare Spezies mit ihren gebogenen Schnäbeln, auf denen manchmal ein „Horn“ zu finden ist, bevorzugen dieses Terrain. Eine besonders kurios aussehende Art ist der Hornrabe, ein schwarzer Nashornvogel mit roter Augenumrandung und Kehlsack. Er wird etwa 90 cm groß und lebt in Gruppen von vier bis zehn Exemplaren. Auf der Nahrungssuche geht er meist langsam und schwerfällig wirkend umher, kann sich aber bei Gefahr fliegend auf Äste retten.

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 Pinguin watching

© South African Tourism

Der Gaukler ((bateleur eagle), einer der schönsten Adler, bietet einen wunderbaren Anblick, wenn er in nicht allzu großer Höhe über die Buschsavanne kreist. Er gehört zur Unterart der Schlangenadler, die sich durch ungefiederte Beine, flauschige lose Kopffedern und gelbe Augen von anderen Arten unterscheiden. Den Gaukler erkennt man an seinem schwarzen Gefieder, braunschwarzen Flügeln und typisch rotem Schnabel und roten Beinen.
Im Thorn Veld dagegen, einer Landschaft mit kleinwüchsigen Akazien und meist sandigem Boden, ist die Auswahl der Avifauna schon geringer. Kalahariheckensänger, Weißkehlrötel, Rotbauchwürger und rotgefiederte Amarante haben hier ihren Lebensraum. Einige dieser Arten findet man außerdem im Dickicht, neben Buntfinken und Senegaltschakras.
Im bergigen Grasland der Drakensberge gibt es Frankoline, Stahlschwalben, Malachitnektarvögel und Erdspechte, ungewöhnliche kleine und am Bauch schwach rötliche Vögel, die sich nie auf Bäumen aufhalten und von Ameisen ernähren. Besonders sollte man hier nach den Knarr- und den Riesentrappen Ausschau halten. Lilac-breasted roller (Grünscheitelracken)erkennt man an lilafarbenem Brustgefieder und grüner Kopfkuppe.
In den Bergen selbst sind Adler, Habichte, Bussarde und Geier (vultures) zuhause. Vom Aussterben bedroht ist der Bart- oder Lämmergeier (Lammergeyer). Er kann vielfach nur durch Zufütterung überleben. Der Lämmergeier hat die Angewohnheit, seine Beute aus luftiger Höhe auf den Boden fallen zu lassen, um dann an das Knochenmark der aufgesplitterten Knochen zu kommen. Auch Südafrikas Nationalvogel, der Paradieskranich (blue crane), kommt in den Drakensbergen gut zurecht und wird im Hlatikulu Crane Sanctuary nachgezüchtet, obwohl er sich außerdem in hügeliger Graslandschaft, auf Farmland oder an Seeufern heimisch fühlt.