Unterkunftsarten in Südafrika
Wie man sich bettet …
In ganz Südafrika können Touristen aus einer großen Vielfalt und Menge an Unterkünften wählen. Sowohl Rucksackreisende, „Normalos“ wie auch Luxusverwöhnte finden Entsprechendes. Selbst kleinere Orte haben oft eine Tourist Information mit einem Verzeichnis aller örtlichen Unterkünfte und jener in der Umgebung und können dann gleich von dort aus gebucht werden. Ratsam ist es, besonders wenn man in der Hochsaison oder in Schulferienzeiten unterwegs ist, vorher anzurufen und sich zu erkundigen ob noch ein Zimmer frei ist. Wenn nicht, kann man Ihnen vielleicht Alternativen nennen.
Südafrikanische Saisonzeiten
In der Regel erhöhen oder vermindern sich die Unterkunftspreise im Verlauf eines Jahres. Manchmal gibt es auch nur ein all year round-Tarif.
Winter Season 1. Mai – 31. August bzw. 15./30. September
(Manche Unterkünfte haben noch einen Preis für September/Oktober = Zwischensaison, bevor dann ab 1. November meistens die neuen / höheren Preise genommen werden).
Summer Season 1. Nov. – 30. April
Peak Season 20. Dez. – 5. Januar
Off season, Low season – Nebensaison
Nomen est omen?
Was es nicht alles gibt: Lodges, Bush Camps, Hotels, Country Guest Houses, Luxury Safari Lodges, Bed & Breakfast (B&B), Cottages, Motels, Inns, Traditional Huts, Rondavels etc., etc. Budget-Reisende haben sicherlich Vorlieben für Youth- und Backpacker Hostels, Self catering Establishments, Campsites und Caravan Parks, Cave- und Trail Huts, etc.
Beschreibung der verschiedenen Unterkunftsarten

Ein romantischer Abend in der Romney Lodge – Bed & Breakfast
Von all den vielen Bezeichnungen nicht verwirren lassen. Es gibt in Südafrika keine verbindliche oder einheitliche Firmierung von Unterkünften. So führen zum Beispiel etliche Backpacker-Häuser den Zusatz „Lodge“. Auch Bed&Breakfast-Häuser sind nicht immer ausschließlich Tante-Berta-Unterkünfte, sondern es gibt sie auch in exzellenter Qualität und entsprechend hochpreisig. Die Bezeichnung „en suite“ hat nichts mit einer (Hotel-)Suite oder Zimmerflucht zu tun, sondern ist ein Zimmer mit angeschlossenem Bad, Dusche und WC. Das Gegenteil ist ein Gemeinschaftsbad, communal facilities. „Half board“ heißt Halbpension, Vollpension „full board“. Allgemein sind die Standards des südafrikanischen Beherbergungswesens hoch bis sehr hoch. Besonders auf dem Land sind die Zimmer immer sauber und gepflegt. Nach Erhebungen bevorzugen weiße Reisende ganz überwiegend Bed&Breakfasts, Guest Houses und Self catering-Unterkünfte. Die Angabe „DBB“ steht für „Dinner, Bed & Breakfast“.
Was in Südafrika überall sehr angenehm ist: In allen Zimmern steht immer auch ein Tablett mit Teebeuteln, Pulverkaffee, Milch/Zucker und ein Wasserkocher zur kostenlosen Benutzung bereit. Manchmal auch ein kleiner Kühlschrank.
Tipps
Es ist durchaus üblich, das Zimmer und das Bad vor dem Einchecken anzuschauen. Achten Sie darauf, ob es eine Dusche statt der manchmal üblichen Badewanne gibt (ja, ja, die Engländer benötigen ihre Badewanne auch im Busch). Manchmal kann man wählen zwischen einem Twin Room (zwei Betten) und einem Double Room mit Doppelbett. In Stadthotels nach eventuellem Bar- oder Diskothekenbetrieb erkundigen, die die Nachtruhe stören. Halten Sie nachts immer eine Taschenlampe bereit, es kommt in Südafrika des öfteren zu Stromausfällen. Sofern vorhanden, ist der schönste Raum in vielen Unterkünften der sogenannte Honeymoon Room bzw. die Honeymoon Suite – wobei man aber nicht unbedingt Flitterwöchner sein muss, um mal wieder höchst romantisch die Nacht zu verbringen.
Geld sparen
In der Nebensaison und auch unter der Woche („midweek specials“) sind bei Bed&Breakfasts und anderen eigentümergeführten Unterkünften wie Guest Houses (s.u.) und auch Hotels oft erhebliche Rabatte erhältlich, gerade bei einer ad-hoc-Buchung. Am besten munter nachfragen: „Do you have specials“ oder „What is your best price for the room?“ Für die Besitzer ist es allemal besser, irgendwen zu bekommen, als die Zimmer leerstehen zu lassen. 30–50%ige Ermäßigungen oder Spezialangebote mit Dinner für zwei sind in reiseschwächeren Zeiten keine Seltenheit. Ob es Sonderpreise gibt, erfahren Sie vorab von der Website der Unterkunft („Special offers“).
Rating nach Sternen
Das Tourism Grading Council of South Africa (TGCSA, www.tourismgrading.co.za) ist eine regierungsamtliche Instanz in Südafrika, die die Qualität einer Unterkunft durch die Vergabe von 1 bis 5 Sternen indiziert. Dieses Council bewertet nach einem eigenen Kriterienkatalog und prüft in Abständen nach, ob der Standard auch gehalten wird. Diese (bunten) TGCSA-Sterne bekommen auf Antrag nicht nur Hotels verliehen, sondern auch Lodges, Bed&Breakfasts, Self Catering-Unterkünfte, Caravanparks und Campingplätze und selbst auch Backpacker-Hostels. Ziehen Sie aber jedesmal einen Stern ab, dann erleben Sie bestimmt keine Enttäuschung. Es gibt aber auch Unterkünfte, die keinen Stern aufweisen und trotzdem – da persönlich geführt – tadellos sind!
Gedruckte Unterkunftsführer
Gedruckte Accommodation Guides mit parallelen Websites gibt es für Südafrika einige. Wir empfehlen unseren Reise Know-How Übernachtungsführer von Bettina Romanjuk.
Beschreibung der verschiedenen Unterkunftsarten













